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Alternative Stadtführungen mit FreeTours
Nach dem Open Source Wiener Schnitzel habe ich nun wieder ein schönes Beispiel, wie sogenannte Donationware im realen Leben funktioniert. In verschiedensten Städten gibt es Anbieter von Freetours. Diese bieten kostenlose Stadtführungen an, die meistens auch ein wenig abseits der Touristenströme stattfinden, d.h. ein wenig alternativ sind.
Die Idee bei einer Freetour ist, dass man am Ende der Führung einen freiwilligen Betrag dem Führer gibt. Dieser lebt also von einer möglichst guten Führung durchaus besser, als wenn er unmotiviert seine Geschichten erzählt. Interessanterweise waren die Führer Liam auf der Alternative Tour in Berlin und nun Timmy auf der Free Tour in Bratislava beide aus Australien.

Die Aussensicht auf ein Land und deren Bewohner ist in diesem Fall aber eigentlich gar nicht schlecht, gerade wenn es um Geschichte geht, kann ein Australier diese unbefangener erklären als vielleicht ein Slowake. Anderseits frage ich mich, ob sich Slowaken vielleicht einfach gar nicht auf diesen du kriegst nur Geld, wenn du auch gut bist Deal
einlassen.
Die Free Tour in Bratislava kann ich nur empfehlen. Man kriegt in 2 Stunden wohl nur einen Bruchteil der Geschichte mit, dennoch sieht man ein paar ausserordentliche Plätze und kriegt einiges über die bewegte Geschichte der Slowakei mit. Sei es, dass die Slowakei an der Seite von Hitler den Polen den Krieg erklärt hat, oder dass das berühmteste Bild vom Prager Frühling in Bratislava entstanden ist, die Tour lohnt sich!
Gerade bei einen Tagesausflug von Wien nach Bratislava hat man mit der 2 stündigen Tour nachher noch genug Zeit, den einen oder anderen POI selber anzusteuern und anzusehen. Die Tour startet in der Wintersaison einmal täglich um 13 Uhr, im Sommer dann um 11h und 16h.
Die FreeTours gibt es auch in Athen, Belgrad, Berlin, Bucharest, Budapest, Kiev, Ljubljana, Prag und Sofia.
Relevanz in der Schweizer Medienszene
Philip Wampfler hat sich Gedanken über die Relevanz von Schweizer Blogs gemacht und schreibt als letzte Bemerkung:
Ich denke, die Schweizer »Alphablogger« haben der Schweiz ein problematisches Blogkonzept vorgelebt. Sie betrieben Lifestyle-, Technik- und Erlebnisblogs, sie waren das Tummelfeld für das Kind im Manne. Bloggen war etwas, womit man Spass haben sollte oder womit man zeigen sollte, wie viel Spass man sonst so hat. Es waren Wohlfühlblogs, in denen allenfalls ein wenig Konsumentenschutz betrieben worden ist. Das ist wohl ein Grund dafür, warum sich Blogs im journalistischen Bereich in der Schweiz nicht behaupten können.
Würde man sich mal die Anzahl der erschienenen Artikel in Tages- und Wochenzeitungen anschauen, und überlegen, was davon (im Sinne des oben erwähnten Artikels) wirklich relevant wäre, anderseits sich dann die Anzahl aktiver Journalisten die diese Artikel produzieren vor Auge führt, man wäre vielleicht erstaunt, wie hoch die Relevanz einer professionell organisierten Medienbranche ist.
Ich wäre schon froh, es gäbe mehr Leute, die sich überhaupt die Zeit nehmen und mehr als 6 Monate bloggen. So nebenbei noch relevante Stories zu recherchieren, aufzubereiten und zu verbreiten ist nun mal nicht so einfach, für Blogger und Journalisten.
F.P.*
Mein Chef wirft mir strukturiertes Arbeiten vor. #2012 #leu
— Christian Leu (@leumund) Mai 14, 2012
* Fürs Protokoll
Nokia Lumia 800 Windows Phone, das bessere Android!
Immer, wenn ich ein wenig länger im Ausland bin, versuche ich neben einer Prepaid Data Karte und dem UMTS Router auch ein zweites Handy mit einer lokalen SIM zu haben. Diese ist meistens dieselbe Prepaid Data SIM, da man mit diesen meistens auch Gespräche führen kann. Mein letztes Testhandy war im letzten Sommer das Samsung SII, für meine vier Wochen Bratislava habe ich von Nokia Schweiz ein Nokia Lumia 800 Windows Phone zum Testen erhalten.

Ich habe das Smartphone nun vier Wochen lang als Zweithandy genutzt und soviel voraus, es wurde nicht zum Ersthandy. Es war mein Begleiter an Tagen, an denen ich hier in der Slowakey unterwegs war, ich habe damit ein wenig telefoniert, Twitter genutzt und ab und zu mal versucht ein Foto zu machen. Weiterlesen →
ban.jo – So funktioniert location based networking
Ich habe ja schon viel über location based services und wie ermüdend ich es finde, wenn solche Apps dann durch eine permanente GPS Nutzung den Akku innerhalb einiger Stunden leersaugen geschrieben. Dazu kommt noch, dass meistens eh nichts passiert ist.
Das komplette Gegenteil ist nun mit ban.jo der Fall. Die geniale App nutzt meine Accounts von Twitter, Facebook, Foursquare und Instagram (und würde auch Path und linkedIn unterstützen) und zeigt mir dann auf einer Map meine Freunde an.

Das funktioniert schon hervorragend, viel cooler ist aber, man sieht auch alle Accounts die auf diesen Services in der Nähe unterwegs sind. Hier in München sind das schnell mal 40 Leute in einem Umkreis von 3 Kilometern, was irsinnig Spass macht um neuen Leuten aus der Region zu folgen.
Dazu kommt, dass sich Ban.jo meine letzte Position merkt, und mich über einen Alert informiert, wenn jemand aus meinem Freundeskreis in der Nähe ist. Davon habe ich doch schon immer geträumt. Heute waren dies in München @christophbauer und @danielleicher, die nicht mal 2km von mir entfernt waren. Und das ganze ohne aktives GPS auf meiner Seite und ohne das die zwei ban.jo nutzen.
So hab ich mir das immer vorgestellt, und ich bin überzeugt, genau solche Apps werden unser soziales Verhalten im öffentlichen Raum verändern.
Last Minute Bratislava Tipps
Na ja, hier handelt es sich nicht um ein Last Minute Angebot, sondern die Dinge, die ich nach vier Wochen in Bratislava dann in der letzten Minute noch entdeckt und wie zum Beispiel das Startup Weekend teilweise verpasst habe.
Allen zukünftigen Bratislava Besuchern empfehle ich einen Stadtrundgang mit Bratislava Free Tours und ärgere mich darüber, dass ich erst am letzten Tag die Freetour gegoogelt habe und dabei den Bratislava Pub Crawl gefunden habe, welcher ein idealer Ausgangspunkt zum Leute kennenlernen gewesen wäre.

Dafür war ich noch im gleich unterhalb der Burg in einem alten Bunker einquartierten Sub-Club und finde das Malecon eine angenehme, grosszügige Bar mit Live-Musik, ein wenig ausserhalb der Touristenströme. Weitere Eindrücke von Bratislava findet man hier, alles in allem eine tolle Erfahrung!
Wie aktiv sind deine Twitter Follower?
Seit einiger Zeit suche ich nach einem Tool, welches mir zeigt, wie aktiv meine Follower auf Twitter sind. Dabei interessiert mich, wann ein Follower zum letzten Mal einen Tweet abgesetzt hat. Da ich kein entsprechendes Tool finden konnte, und die letzten Abende ein wenig Ablenkung brauchen konnte, habe ich mir kurzerhand etwas eigenes entwickelt: Der Twitter Activity Pie. Danke Bastian für die Initial-Hilfe.
Entstanden ist auf Basis der Twitter-async Library von Jason Mathai ein Script, welches sich von all meinen Followern das Datum des letzten Tweets sucht und dann mit Google Charts eine hübsche Kuchengrafik erstellt.
Dadurch sieht man, dass fast 50% meiner Follower in den letzten sieben Tagen auf Twitter aktiv waren, 65% immerhin im letzten Monat. Da ich grundsätzlich keine Followerbereinigungen mache, habe ich unter @leumund aber auch 700 Follower, die seit mehr als 365 Tagen nicht mehr aktiv waren. Weiterlesen →
Adieu Mono
Lieber Mono
Vor bald acht Jahren in haben wir uns in einer kleinen Runde kennengelernt und seither haben wir uns immer wieder mal gesehen, zuletzt im Dezember in Berlin, per Zufall im Nasobem und ab und zu wenn ich in Winti vorbeigefahren bin. Aber eh, wir mussten uns nicht sehen, wir konnten uns ja lesen, haben mal hier kommentiert, mal da.
Seit einigen Jahren sind wir uns dann auf Twitter, Facebook und anderen Diensten gefolgt, man hat täglich voneinander gelesen, manchmal hat man gewusst, wie gut oder schlecht du aufgestanden bist, wie dein Tag verlief und vielleicht haben wir zwischendurch mal telefoniert, wenn man nicht ganz sicher war, was denn nun wieder los ist. Wir waren uns in diesen Social Networks
näher, als zu Menschen die wir vielleicht mehr sehen, aber weniger von ihnen wissen.
Du wirst mir immer ein Vorbild sein, du bist so beständig gewesen, du bist keinen Trends hinterhergerannt. Du hast einfach dein Ding gemacht, mit deiner dir eigenen Ruhe und dafür habe ich dich auch immer bewundert. Du hast gebloggt, weil du gebloggt hast, und weil du Freude daran hattest andere zu erfreuen. Weil deine Gedanken auch irgendwo ihren Platz finden mussten. Und du hast dich einen Deut um die Technologie oder das Design gekümmert. Dein Blog war einfach der Monoblog. Content is King im wahrsten Sinne des Wortes.
Am Sonntag ist es in deiner Timeline still geblieben, der frühe Vogel hat sich nicht mehr gemeldet, du bist einfach von uns gegangen. Wir haben in den letzten 15 Jahren gelernt uns über Internet auszutauschen, neue Menschen kennenzulernen, uns im richtigen
Leben zu treffen, aber wir haben keine Erfahrungen, wie wir damit umgehen müssen wenn jemand von uns geht, wenn die Timeline still bleibt.
Lieber Mono, ich bin sehr traurig, du wirst mir fehlen, deine Timeline ist hier zu Ende, ich bin aber sicher, du schaust auch weiterhin zu uns. Ich habe heute mindestens schon zwei Tweets in meiner Timeline gesehen, die wohl du geschrieben hast und ich habe mich darüber gefreut.
Ich danke dir für alles und ich wünsche dir, dass du es gut hast, dort wo du jetzt bist!
Mein herzliches Beileid geht an deine Freundin Beate, deine Kinder und deine Angehörigen! Ich schicke euch viel Kraft!
Christian
Eindrücke aus Bratislava
Auf einer meiner vielen Geschäftsreisen bin ich Anfangs dieses Jahres auch zum ersten mal nach Bratislava gekommen. Ich hatte die Slovakei bisher nur einmal mit dem Auto von Ungarn kommend, nach Tschechien unterwegs durchquert. Der Besuch in Bratislava hat mir aber gefallen, die Stimmung in der schön renovierten Altstadt hat mich ein wenig an die baltischen Staaten erinnert, die Donau und die Nähe zu Wien tat den Rest.
Kurzum habe ich mir über AirBnB eine Wohnung ausgesucht, Glück, dass diese nicht nur kaum 40 Meter vom Hauptplatz in der Altstadt liegt, nein, der Vermieter ist sogar ein Schweizer. Die Wohnung ist in einem historischen Haus und wurde komplett neu renoviert. Die Lage ist sensationell, ich habe noch selten in einem so inspirierenden Home-Office arbeiten dürfen.
Der Arbeitstag beginnt für mich mit dem Einzug der kleinen Touristen-Omnibusse am morgen, wird begleitet durch den Flötenspieler der in regelmässigen Abständen Töne macht, die Mittagspause geniesst man in einem der vielen Kaffees und Restaurants und am Nachmittag lausche ich den Klängen des Orgelspiels in einer der nahen Kirchen. Weiterlesen →



